Produktionsschule Moritzburg gGmbH



Die Produktionsschule Moritzburg ist ein Projekt der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit.
In verschiedenen Teilprojekten werden Jugendlichen Hilfen zur Bewältigung von Schwierigkeiten auf dem Weg in die Ausbildung und der Integration in das Berufsleben angeboten.
 



Die Notwendigkeit für innovative Projekte wie dieses, gründet sich aus der derzeitig prekären Arbeits- und Ausbildungsplatzsituation und der daraus resultierenden Hoffnungs- und Motivationslosigkeit unter den Jugendlichen. So erkennt eine wachsende Zahl von Jugendlichen bereits während der schulischen Ausbildung, dass sie keine oder nur sehr geringe Chancen haben, über Ausbildung und Beruf zu gesellschaftlicher Integration zu gelangen.
Die unzureichenden Angebote an Ausbildungsstellen in der Region erhöhen die prekäre Situation der Jugendlichen. Praxisnahe Berufsorientierung, verbunden mit realer Berufswegfindung können ein Weg gegen diese genannten Entwicklungen sein.
 




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Wie arbeiten wir hier in Rödern - Was sind unsere Aufgaben?


1. Beschäftigen: in 11 Teilprojekten arbeiten ca. 100 Jugendliche.
Wir organisieren sinnvolle, sinnschaffende Arbeit, die Mittel zum Zweck ist:
Jugendliche wollen gebraucht sein, nicht nutzlos sein.
Immer wieder neu begeben wir uns auf die Suche nach solcher Arbeit

2. Bilden: wir bilden aus. Sehr froh und dankbar sind wir darüber, dass im September 2005 sechs junge Menschen die Ausbildung zum Landwirtschaftfachwerker auf unserem Biohof abschließen konnten.
Auch in den Beschäftigungsprojekten geschieht Bildung: Kleine Bildungsmodule und Praktika sind Bestandteil der Projekte.

3. Beschreiben: unserer Arbeit. Die Entwicklung von Konzepten und das Beschreiben dessen, was man mit den Teilnehmern unserer Projekte will, nimmt einen großen Platz ein in unserer Arbeit.

4. Beraten: Jugendliche kommen zu uns, und wollen nicht nur beschäftigt sein: wir werden gefragt, wir sind gefragt. Wir fragen unsere Jugendlichen Woher? Wohin?
Mit welchem Rucksack kommst Du zu uns? Neben dem großen Problem der Arbeitslosigkeit gibt es immer wieder auch andere Dinge zu bearbeiten — und wir beraten unsere Jugendlichen, wenn es gewollt ist.

5. Begleiten: Und dann gehen wir mit — zu Banken, zu Versandkaufhäusern, zu Ämtern, anderen Beratungsstellen und ... und merken, dass es den Jugendlichen gut tut, jemanden neben sich zu haben, nicht allein zu sein, auf diesen Wegen.

6. Bezahlen: all diese B´s funktionieren nur, wenn Geld da ist, die Finanzierung steht. Unser Haushalt setzt sich aus 16 verschiedenen Finanzierungssträngen von 8 verschiedenen Geldgebern zusammen. Das heißt auch, immer wieder neu auf der Suche zu sein nach neuen Quellen zur Finanzierung der bestehenden Arbeit.

7. Bauen: Wir bauen Häuser für unsere Arbeit — schaffen Bedingungen, dass die anderen B´s zum Tragen kommen können. Bauen - eine Sache auf Zukunft hin. Bauen für eine spätere Nutzung. Bauen ist auch Hoffnung, dass es weitergeht, dass es gut geht, dass es Sinn macht, dass es Erfolg hat. Bauen ist auch Leben.
An dieser Stelle einen Dank an alle Menschen und Institutionen die mithelfen, unsere Arbeit zu finanzieren

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Was bedeutet uns "Jugendsozialarbeit"

Da sich Lebenssinn und -erfüllung gerade in unserer Gesellschaft wesentlich über die Bereiche Ausbildung und Erwerbsarbeit definiert, ist ein wichtiges Ziel der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit, Jugendliche bei Schwierigkeiten auf dem Weg in die Ausbildung und ins Erwerbsleben zu unterstützen.
Eine positive Entwicklung - wenn auch evtl. nur für einen bestimmten Zeitraum - im Bereich der Arbeitswelt wirkt, auch in anderen Sozialisationsbereichen wesentlich präventiv und unterstützend.
 



Gerade in der Übergangsphase vom Jugendalter zum Erwachsenenalter sind für junge Menschen eine Vielzahl von Sozialisationsarbeiten zu realisieren. Aufgabe von Sozialpädagogik ist es, benachteiligte Jugendliche bei der Bewältigung dieser Sozialisationsprozesse zu begleiten und zu stärken.
Zudem erfordern veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen neue Handlungskonzepte. Dieser Herausforderung wollen wir uns stellen.
Die Entwicklung des Projektes „Produktionsschule Moritzburg“ stellt eine Antwort auf die gesamtgesellschaftliche Entwicklung dar. Kontinuierliche sozialpädagogische Begleitung der Teilnehmer, ein individuell erarbeitetes Bildungsprogramm und eine perspektivische Arbeit mit den Teilnehmern - auch über den Projektzeitraum hinaus -  sind unverzichtbare Bestandteile des Projektes.
 



Zielgruppe

Jugendliche - die lange Zeit ohne Arbeitsplatz sind
                - die ihre Ausbildung abgebrochen haben und arbeitslos sind
                - die keine Ausbildung haben
                - die von öffentlichen Institutionen nicht mehr erreicht werden


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